Schon seit langem gibt es im FREMO Ambitionen, die technischen und optischen Eigenschaften von Güterwagen (aber auch der anderen Fahrzeuge) zu verbessern.

Die Regionalgruppe Rhein-Neckar-Pfalz veranstaltet daher auch in diesem Jahr wieder diverse Bastelsamstage, bei denen es u.a. auch um dieses Thema geht. Aufgrund der Vielzahl der Ideen und Möglichkeiten, möchte ich hier mal einige Erfahrungen und Tipps darlegen. Wer die Probleme anders gelöst hat, oder Verbesserungsvorschläge hat - immer her damit.

Zunächst einmal erhält jeder Wagen einen TÜV-Zettel, der in etwa so aussieht:

1 Typ / Wagennr.      
2 von:    
3 FREMO-OK? ja/nein  
4 einmalige Nummer:    
5 Gewicht ist: soll:  
6 Kennzeichnung Boden    
7 Kupplung Flm. ja/nein  
8 Kupplungshöhe OK? ja/nein  
9 RP25-Radsatz ja/nein  
10 Radsatz einst. 14,3 / 14,6 mm  
11 Radlager ölen ja/nein  
12 Kinematik festlegen ja/nein  
13 Achslager festlegen ja/nein  
14 Kupplung zurücks. ja/nein  
15 Federpuffer ja/nein  
16 ...    
17 neue Trittstufen ja/nein  
18 neue Griffstangen ja/nein  
19 neue Schilderhalter ja/nein  
20 neue Zugwahlhebel ja/nein  
21 neue Bremswahlhebel ja/nein  
22 Wahlhebel färben ja/nein  
23 Fahrzeug altern? ja/nein  
24 Wagenkarte erst. ja/nein  
25 ...    


Dieser verbleibt so lange beim Fahrzeug, bis alle nötigen Arbeiten durchgeführt wurden.
Natürlich stellt diese Checkliste nur einen groben Anhaltspunkt dar. Viele weitere Verfeinerungen sind möglich; aber auch einige der hier aufgeführten Punkte sind kein Muss, sondern ein Soll.
Ein komplettes Blatt mit Checklisten gibt es hier zum Download.


 

Kapitel 1: Typ / Wagennr.


Eintragen des Wagentyps und der Wagen-Nummer.
Falls der Zettel mal irgendwo verloren geht, ist die Zuordnung nicht mehr ganz so schwierig ;-)


 

Kapitel 2: von


Name des Eigentümers.
Wer nur in seinem heimischen Keller bastelt, braucht das nicht; für eine Stammtisch-Aktion aber schon ganz sinnvoll.


 

Kapitel 3: Fremo OK?


Die wichtigste Frage überhaupt, wenn hier nämlich "nein" rauskommt, kann man sich den Rest schenken.
Die Frage ist einfach, in wie weit ist der Wagen überhaupt vorbildgerecht. Hier hat natürlich jeder ein eigenes Empfinden, wie weit er hier mit kritschem Auge draufschaut. Nach meiner Meinung haben Wagen wie z.B. ein Roco-Viehwagen (ca. 2 cm zu kurz), die Roco-Billigserie des Gmmhs 56 (zu primitiv), Fleischmann 1:82-Wagen, alle Fahrzeuge 1:100, etc. nichts mit Modellfahrzeugen zu tun und sollten entweder als Ersatzteilspender dienen oder bei eBay und Co. versilbert werden. Als nächstes kommt die Frage, ob das Fahrzeug mit einem vertretbaren Aufwand dahin gebracht werden kann, dass es dem eigenen Qualitätsempfinden entspricht. Hierzu empfiehlt es sich, mal in die Güterwagen-Bücher von Stefan Carstens zu schauen - da steht vieles über die Modelle und deren Masshaltigkeit drin.


 

Kapitel 4: einmalige Nummer



Jedes Fahrzeug im FREMO sollte eine einmalige Nummer bekommen. Ein Projekt hierzu wurde zwar begonnen, liegt derzeit aber leider auf Eis. Als Übergangslösung gibt es hier eine Übersicht der bereits vergebenen Nummern (auch industrielle). Eine passende Nummer findet man bspw. in den Güterwagen-Büchern von Stefan Carstens, im Obermayer, oder anderer Literatur. Hat man eine freie Nummer bekommen, geht es an das Erstellen und Anbringen derselben - hierzu sind auch auf meinen Decal-Seiten einige Infos zu finden.

durchgeführte Versuche:

Fahrzeug/MIttel (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) (von)
Klein-Ktmm -- -- 0 - - + + 0 -- - 0   ANot
Piko-G02                   ++     ANot
Klein-Off                   ++     ANot
Roco-V60         ++         --   - - ANot
Fleischm.Kesselwgn.2x   +                     MKor
Kato ETA 150 Seite         0         ++     ANot
Kato ETA 150 Längstr.         0         -     ANot
                           


(1) Bremsflüssigkeit
(2) Nitroverdünnung
(3) Hobby-Color Verdünner
(4) Isopropanol
(5) Terpentin-Ersatz
(6) Mr. Thinner (Gunze Sangyo)
(7) Airbrush-Verdünner
(8) Cosmofon-60
(9) Aceton
(10) Lux-Farblöser
(11) Lixtop (Dreusicke)
(12) Spiritus

0 = keine Reaktion, weder Beschriftung noch Lack werden gelöst
- = Beschriftung wird gelöst, aber der Lack wird leicht angegriffen
-- = Mit der Beschriftung ist leider auch der Lack ab
+ = Beschriftung wird gelöst, leichte Spuren am Lack selbst
++ = Beschriftung wird gelöst, keine Spuren am Lack

Alle Beobachtungen wurden an eigenen Fahrzeugen durchgeführt. Bitte probieren Sie selbst an einer unkritischen Stelle, ob das gewünschte Mittel auch bei Ihrem Fahrzeug die gewünschte Wirkung erzielt. Beachten Sie, dass die Hersteller die Lacke und Beschriftungen im Laufe der Jahre möglicherweise geändert haben.

Falls Sie selbst Erfahrungen mit bestimmten Fahrzeugen/Mitteln gesammelt haben würde ich mich freuen, wenn Sie mir diese zusenden würden, damit ich diese in die Tabelle mit aufnehmen kann.

 

was immer geht: Glasfaserradierer, ganz feines Schleifpapier oder mit dem Skalpell vorsichtig abkratzen.

Wenn kein Mittelchen nur die Schrift löst, gibt es eine andere Alternative:
Mit einem Mittel die Schrift ablösen, auch wenn dabei der Lack etwas in Mitleidenschaft gezogen wird. Anschliessend wird die Stelle mit Hilfe einer Schablone mit der Airbrush in einem Braunton lackiert. Dieser Braunton muss nicht unbedingt RAL8012 entsprechen; bei der Bahn wurde das auch oft so gemacht, man sieht häufig, dass der Lack hinter der Beschriftung einen anderen Farbton hat, als der Rest des Wagens.

Mittlerweile arbeite ich bei Güterwagen fast ausschliesslich mit Nitro-Verdünnung. Klingt radikal, klappt aber nach einer Einarbeitungszeit von 1-2 Wagen sehr gut. Und falls es doch mal schiefgeht wird eben neu lackiert.
Lasst die Verdünnung für euch arbeiten - nicht reiben!
Also: Nitroverdünnung idealerweise mit einem "Micro-Brush" auftragen - nicht drücken, nicht reiben! Nach ca. 20-30 Sekunden nochmals darüberwischen - da sollte die Beschriftung schon ab sein. Die Nitro-Reste *nicht* abwischen, sondern auf dem Wagenkasten trocknen lassen. Später einfach mit einem Finger mal drüberfahren - das löst die restlichen Beschriftungspartikel ab. Ein leichter Glanzunterschied bleibt noch - nach Neubeschriftung und Alterung ist davon aber nichts mehr zu sehen!


Erstellen einer neuen Beschriftung:

Da auch die Gassner-Nummern (oder vergleichbare) nur ein begrenztes Kontingent haben, geht es am Selbsterstellen von Beschriftungen nicht vorbei.
Hierzu braucht's aber einen Drucker, der Weiss als Farbe drucken kann.

Auf meinen "Decals-Seiten" biete ich die Dienstleistung der Erstellung von individuellen Beschriftungen an; wer mag kann sich seine Beschriftungen natürlich auch gerne selbst erstellen.
Ansonsten habe ich auch noch einige Sätze von 3er-Ziffern-Pärchen, wenn man also nur die letzten 3 Ziffern einer Epoche3-Nummer tauschen will.

a) Epoche 3, DB:

Epoche 3

 
b) Epoche 4, DB:
Epoche 4, DB


Für weitere Infos sollte das Buch "Anstrich und Bezeichnung von Güterwagen" von Wolfgang Diener zu Rate gezogen werden. Dort wird auch ausführlich auf die Unterschiede der DIN1451 in alter und neuer Form eingegangen.

weitere Hinweise zu ausländischen Bahnverwaltungen nehme ich gerne entgegen!

Anbringen der neuen Beschriftungen:
Egal, ob nur 3 Ziffern getauscht werden, oder eine komplette Neubeschriftung ansteht - die Vorgehensweise ist grundsätzlich die gleiche.
Nachdem die alte Beschriftung weg ist sollte die Stelle nochmal kontrolliert werden, dass sie fettfrei (mit etwas Spiritus abreiben) ist.

Die neue Beschriftung (bzw. das 3-Ziffern-Set) wird mit einem guten (!) "Skalpell"  und einem "Aluminiumlinieal" möglichst knapp ausgeschnitten.

Der Wagenkasten wird mit etwas Wasser an der entsprechenden Stelle benetzt - noch besser geeignet ist "Decal-Fix" von Vallejo - damit haften die Decals noch besser!

In einem kleinen Wassergefäß (z.B. Marmeladenglas-Deckel) mit Wasser wird das Fitzelchen dann für ca. 20-30 Sekunden untergetaucht. Anschliessend kann man es bereits auf den Wagen legen, sollte es aber nochmals die gleiche Zeit ziehen lassen. Ist zu wenig Wasser bzw. Decalcote auf dem Wagenkasten - einfach mit einem kleinen Pinsel noch etwas aufbringen. Mit dem Pinsel schieben wir dann !vorsichtig! die Beschriftung vom Trägerpapier, welches wir mit einer Pinzette festhalten. Nie umgekehrt, da die beschriftete Folie die unangenehme Eigenschaft hat, sich zu rollen - dann kann man es vergessen! Sitzt die Beschriftung an der gewünschten Stelle streichen wir den Pinsel auf einem Stückchen Küchenrolle trocken und saugen damit (mit dem trockenen Pinsel!) die noch verbliebene Feuchtigkeit ab. Wer eine ruhige Hand hat, kann auch mit einem Wattestäbchen (ja, so eines für die Ohren) senkrecht von oben auf die Beschriftung tupfen und sie etwas andrücken. Nun sollte man das ganze ruhen lassen und sich selbst ein Päuschen gönnen ;-) Da die Beschriftung erst nach einigen Stunden (der Hersteller spricht von 24 Stunden) wirklich fest ist, empfiehlt es sich nicht, beide Seiten eines Wagens am gleichen Tag neu zu beschriften. Falls die Beschriftungsfolie noch sichtbar ist, kann man mit den handelsüblichen Hilfsmitteln (z.B. "Decal Medium" von Vallejo) die Beschriftung nochmals bepinseln (Achtung, sie könnte sich dabei wieder lösen!). Dies macht die Folie weich und sie schmiegt sich noch stärker an den Untergrund (z.B. auch Nietenreihen oder Bretterfugen) an. Gerade bei Bremsecken und ähnlichen Beschriftungen ist ein Weichmacher unumgänglich.

Wer möchte kann nun gleich die Beschriftung und den Wagenkasten mit einem matten "Klarlack" (z.B. H20 von Gunze-Sangyo) mit Hilfe der Airbrush lackieren; wenn der Wagen aber eh' noch gealtert wird kann das auch ganz zum Schluss kommen.


 

Kapitel 5: Gewicht ist:


Viele unserer Modellbahnfahrzeuge sind zu leicht. Als Faustregel (nach Bernd Gerlach) haben wir 5 g/cm Wagenlänge genommen. Kleinere Abweichungen sind sicherlich kein Problem, aber manche Wagen bringen gerade mal die Hälfte des sinnvollen Gewichts auf die Waage - also Nacharbeit ist angesagt.

Hier ein paar Beispiele, wie es ganz einfach geht:

 

G-Wagen, H-Wagen, I-Wagen, T-Wagen: Dach (vorsichtig) öffnen, alte Schrauben, Muttern, Unterlagscheiben, etc. auf den Wagenboden kleben - Dach wieder schliessen - fertig :-) Bei anderen Wagen ist die Gewichtszunahme leider wesentlich schwieriger.

Anmerkung zu vielen Wagen von Klein/M&D: Aufgrund von ungenauen Passungen sind die Dächer an den Enden nach oben gezogen - hier hilft leichtes Nachschaben der Öffnungen mit einem Messer. Auch das Untergestellt ist häufig verzogen, weil die Grate auf dem Untergestell und/oder dem Aufbau nicht abgeschliffen sind. Das Untergestell behält jedoch auch nach dem Abschleifen diese bauchige Form - hier hilft nur vorsichtiges (!) Erwärmen (Fön) und zurechtbiegen sowie die großflächige Verklebung von Untergestell, Aufbau und Dach.

 

E-Wagen:

Beispiel 1: Liliput Omm32: Ursprüngliches Gewicht: 44g, Sollgewicht: 58g.

ImageDer Wagen macht es einem recht leicht; er hat an der Unterseite jede Menge "Kästchen", ähnlich wie ein Setzkasten. Diese lassen sich recht einfach mit Anglerblei (Durchmesser 1 mm) füllen und mit Klebstoff übergiessen. Ich habe hierzu "Uhu Alleskleber" genommen, da dieser sehr gut fliesst. Es sollte in jedem Fall ein eher dünnflüssiger Kleber sein.

Beispiel 2: Klein / M&D Eo 037: Ursprüngliches Gewicht: 38g, Sollgewicht: 58g.

ImageBei diesem Wagen beginnt schon der Kampf. 20 Gramm darin unterzubringen ist nicht gerade einfach.
Eine mögliche Lösung wäre eine Bleiplatte von ca. 1 mm auf den vorhandenen Boden aufzukleben und in diese die Bretterfugen zu ritzen und das ganze anschliessend zu bemalen. Der entscheidende Nachteil: Keine Ladeguteinsätze passen mehr, da der freie Platz zu gering wird.
Also doch die umständliche Variante:
Zunächst mal wird der Wagen zerlegt (Puffer abziehen). Als Beschwerungsgewicht dient eine Eisenplatte mit 0,75 mm Dicke. Diese ersetzen wir durch eine Platte gleicher Dicke aus Blei (Gewichtszunahme: 5,5 g). Vor dem Einkleben der neuen Platte sollten die Gussgrate mit einem Skalpell abgeschabt werden, da die Platte sonst nicht plan aufliegt.
Das restliche Gewicht besteht aus den schon bekannten Bleikügelchen. Diese werden an allen möglichen (und unmöglichen) Stellen auf dem Unterboden angebracht und mit Klebstoff befestigt. Da die Radsatzaufnahme ohnehin schon festgelegt wurde (Sekundenkleber) und die Kupplungsdeichsel ebenfalls, bietet dieser ehemalige Bewegungsraum nun ausreichend Platz für jede Menge Bleikügelchen. Reicht immer noch nicht? Dann schauen sie doch mal in den schmalen Spalt zwischen Längsträger und Wagenseitenwand. Immerhin nochmal Platz für eine Reihe der Kügelchen ;-) Macht in Summe rund 18 Gramm Gewichtszunahme :-)

F-Wagen:
K-Wagen:
L-Wagen:
R-Wagen:
S-Wagen:
U-Wagen:

Z-Wagen:
Beispiel 1: Klein /M&D-2-achsiger Kesselwagen: Der Domdeckel ist nur aufgesetzt und kann leicht abgezogen werden. Durch diese Öffnung können dann kleine Bleistückchen eingeworfen werden. Damit diese sich im Kessel nun nicht selbstständig machen, muss mit Hilfe von Klebstoff fixiert werden. Der Klebstoff muss einerseits dünnflüssig genug sein, damit er sich auf dem Boden verteilt, er darf aber nicht so dünnflüssig sein, dass er durch feine Ritzen an der Kesselunterseite wieder austritt und er sollte möglichst wenig Lösungsmittel enthalten, weil zum einen der Kunststoff nicht von innen angelöst werden sollte, zum anderen die Verdunstungsmöglichkeit durch den Domdeckel sehr gering ist.
Diverse Versuche: Ponal unverdünnt - fliesst nicht. Ponal verdünnt - fliesst sehr gut (unten wieder heraus ;-()
Bauschaum?
Sand mit Tiefgrund?

 


 

Kapitel 6: Kennzeichnung Boden


Jedes FREMO-Mitglied sollte seine Fahrzeuge mit einem individuellen Kennzeichen am Wagenboden markieren. Das kann ein Initial sein, farbige Markierungen, .... Hierzu existiert auf den internen FREMO-Seiten eine Liste der bisher schon vergebenen Kennzeichnungen. Dies dient dazu, im Fall eines Falles auf einem Treffen den Wagen wieder seinem Besitzer zuordnen zu können.


 

Kapitel 7: Kupplung Flm.


In zahlreichen Versuchen haben Vereinsmitglieder verschiedene Kupplungen geprüft und verglichen. Am besten schnitt dabei die Bügelkupplung von Fleischmann (Artikel-Nr. 6511) ab. Daher haben wir für uns diese als "zu verwendende Kupplung" festgelegt.


 

Kapitel 8: Kupplungshöhe OK?


Mit Hilfe der FREMO-Universallehre wird die Kupplungshöhe geprüft. Dabei wird die Lehre gegen den Wagen geschoben - nicht umgekehrt! Passt die Höhe nicht, muss Abhilfe geschaffen werden. Falls ich beim ersten Wagen die Kupplung versetzen muss, werde ich es hier schreiben - bislang waren alle Kupplungen gut justiert.


 

Kapitel 9: RP25-Radsatz


Grundsätzlich sollte jeder für sich selbst entscheiden, welche Radsätze er verwenden möchte; die Tendenz im FREMO geht eindeutig in Richtung RP25; hier insbesondere in die Richtung von Code 88, auch als RP25-Fine bezeichnet. Hier sind die Räder nur noch 2,2 mm breit, was dem Wagen eine sehr schöne Optik beschert. Unser Haus- und Hoflieferant hierzu ist die Firma Luck wo es diese Radsätze auf Wunsch sogar mit Innenprofilierung gibt.


 

Kapitel 10: Radsatz einst.


Die Luck RP25-Fine Radsätze weissen ein Innenmass von 14,6 mm auf. Dies führt auf den derzeitig im FREMO vorherrschenden Weichen zu Problemen.
Es sollte daher auf 14,3-14,4 mm gebracht werden.


 

Kapitel 11: Radlager ölen


Wenn ein Radsatz mal schlecht läuft, kann ein Tröpfchen Öl oder auch Graphit Wunder wirken. Aber bitte nur minimal, ansonsten sifft das Zeug später auf alle Module!


 

Kapitel 12: Kinematik festlegen


Die Kurzkupplungskinematik ist eigentlich für die engen Radien der Spielzeugbahn eine sinnvolle Erfindung. Bei den im FREMO üblichen Radien >1000 mm ist sie jedoch nicht nötig; bei langen Zügen sogar betrieblich problematisch, weil es in Kurven passieren kann, dass der Wagen durch die Kinematik "aus der Kurve" gehoben wird. Es empfiehlt sich daher, diese Kinematik festzulegen. Wahlweise reversibel (z.B. mit einem Stückchen Draht) oder auch irreversibel, wenn man z.B. den Platz der Kulisse schon für Bleikügelchen (siehe Punkt 5) benötigt hat. Nach eher schlechten Erfahrungen mit Draht klebe ich mittlerweile die KK-Kulisse grundsätzlich mit etwas Plastik- oder Sekundenkleber fest.


 

Kapitel 13: Achslager festlegen


Ähnlich verhält es sich mit beweglichen Achslagern. Beispielsweise die großräumigen Güterwagen von Roco oder viele Wagen von Klein/M&D sind hier besonders anfällig. In Extremsituationen stellen diese sich dann gegen die eigentlich geplante Richtung und bringen den Wagen zum Entgleisen. Da unsere Fahrzeuge keine 300 mm Radien mehr durchfahren müssen, kann auch diese Schwachstelle beseitigt werden.


 

Kapitel 14: Kupplung zurücksetzen


Da wir ja i.d.R. mit Bügelkupplungen fahren, ergibt sich natürlicht nicht mehr das schöne geschlossene Zugbild wie bei einer Kurzkupplung. Aufgrund der weiten Radien kann jedoch die Kupplung etwas weiter unter den Wagen zurückgesetzt werden. Damit wird zwar u.U. das Entkuppeln schwieriger, dafür sieht es optisch besser aus. Hierzu erlaube ich mir mal noch kein abschliessendes Urteil. Auf jeden Fall muss in diesem Fall auch der Punkt 15 beachtet werden, denn dann geht es nicht mehr ohne Federpuffer.


 

Kapitel 15: Federpuffer


Zahlreiche Wagen haben falsche Puffer eingebaut (siehe Texte von Stefan Carstens in seinen Güterwagen-Büchern). Wenn die Puffer also ohnehin gewechselt werden, kann man also auch gleich Federpuffer von "Weinert" (oder gibt es noch andere Hersteller?) einbauen. Federpuffer sind zwingend erforderlich, wenn die Kupplung (wie in Pt. 14 beschrieben) zurückgesetzt wird, da die Puffer dann das Verhaken der Wagen verhindern müssen.


 

Kapitel 16: ...


frei für sonstige technische Verbesserungen


 

Kapitel 17: neue Trittstufen


Falls die vorhandenen Trittstufen etwas klobig ausfallen - bei "Weinert" gibt's feineres ;-)


 

Kapitel 18: neue Griffstangen


Die meisten der angespritzten oder auch angesetzten Griffstangen wären real wohl eher Ofenrohre. Griffstangen aus 0,4mm-Blumenbindedraht sehen da doch besser aus. Als Biegehilfe kann eine Widerstandsbiegelehre aus dem Elektronikbedarf dienen.


 

Kapitel 19: neue Schilderhalter


Sind die Zettelkästen etwa nur aufgemalt (z.B. Liliput) - auch hier gibt es Abhilfe von "Weinert".


 

Kapitel 20: neue Zugwahlhebel


Entsprechen die Zugwahlhebel dem entsprechenden Vorbild? Falls nicht ... richtig - "Weinert" ;-)


 

Kapitel 21: neue Bremswahlhebel


Bei vielen Wagen fehlen die Bremswahlhebel oder sind nur angedeutet. Auch gibt's ein Ätzblech von "Weinert".


 

Kapitel 22: Wahlhebel färben


Die Zugwahl- und Bremshebel sollten farblich hervorgehoben werden. Einfach das gesamte Feld (inkl. Hebel) mit Revell weiss auslegen und nach einer Trocknungszeit von min. 24 Stunden mit einem wasserfesten Filzstift die Hebelchen bemalen. Ich verwende hierzu von Staedler die "Lumocolor permanent" (Artikel-Nr. 318/x).


 

Kapitel 23: Fahrzeug altern ?


Ist das Fahrzeug schon gealtert? Falls nicht sollte es in jedem Fall eine Patina bekommen. Fabrikneue Wagen gab es sicherlich - aber spätestens nach 1-2 Tagen hatten auch die schon Schmutz angesetzt. Hier verweise ich mal auf die MIBA-Reports oder andere Publikationen zu diesem Thema. Vielleicht gibt's hier demnaechst mal eigene Erfahrungen.


 

Kapitel 24: Wagenkarte erst.


Nach Abschluss *aller* Arbeiten bekommt der Wagen natürlich auch eine schöne Wagenkarte, auf der die durchgeführten Verfeinerungen natürlich auch vermerkt sein sollten. Eine der einfachsten Möglichkeiten, eine solche Karte zu erstellen ist vermutlich das von mir entwickelte Wagenkarten-Programm ;-)


 

Kapitel 25: ...


Frei für sonstige Arbeiten